DER PANZERUNFALL AUF DER ALZETTE-BRÜCKE

  • Gedenk-Zeremonie Panzer-Unglueck

    Gedenk-Zeremonie: vor 75 Jahren passierte der Panzer-Unfall in Hesperingen

    (Grafik von Christian Pettinger)

  • Gedenk-Zeremonie Panzer-Unglueck 1

    Gedenk-Zeremonie: vor 75 Jahren passierte der Panzer-Unfall in Hesperingen

    (Foto von Laurent Blum)

  • Gedenk-Zeremonie Panzer-Unglueck 2

    Gedenk-Zeremonie: vor 75 Jahren passierte der Panzer-Unfall in Hesperingen

    (Foto von Laurent Blum)

  • Gedenk-Zeremonie Panzer-Unglueck 3

    Gedenk-Zeremonie: vor 75 Jahren passierte der Panzer-Unfall in Hesperingen

    (Foto von Laurent Blum)

  • Gedenk-Zeremonie Panzer-Unglueck 5

    Gedenk-Zeremonie: vor 75 Jahren passierte der Panzer-Unfall in Hesperingen

    (Foto von Laurent Blum)

  • Gedenk-Zeremonie Panzer-Unglueck 6

    Gedenk-Zeremonie: vor 75 Jahren passierte der Panzer-Unfall in Hesperingen

    (Foto von Laurent Blum)

  • Gedenk-Zeremonie Panzer-Unglueck 4

    Gedenk-Zeremonie: vor 75 Jahren passierte der Panzer-Unfall in Hesperingen

    (Foto von Roland Schumacher)

Gedenk-Zeremonie am Morgen des 26. Dezember 2019 in Hesperingen im Beisein vom Bürgermeister Marc Lies, den Schöffen Georges Beck und Diane Adehm, dem Gemeinderat Henri Pleimling und Mitgliedern der Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper um an die 3 Amerikanische Soldaten, Corporal Lewis W. Meade, Corporal James J. Russ, Tec 4 Isidore M. Vasko, der 10th Armored Division zu erinnern, welche am 26. Dezember 1944 ihr Leben in einem tragischen Unfall mit ihrem in Hesperingen auf der Brücke verloren haben. Ihr Opfer soll auch 75 Jahre später nicht vergessen sein.


Am Morgen des 26. Dezembers 1944 (Stephanstag, 2. Weihnachtstag) war es trotz hellem Sonnenschein bitterkalt. Der Boden war hart gefroren. Seit Tagen schon rollten amerikanische Einheiten durch Hesperingen Richtung Norden, um in die Ardennenschlacht einzugreifen. Seit dem 16. Dezember 1944 waren die amerikanischen Verbände in schwere Abwehrkämpfe mit den letzten Reserven der deutschen Wehrmacht verwickelt.

Es war Viertel vor zehn, die Glocken unserer Pfarrkirche läuteten zum zweiten Mal fürs Hochamt. Über die hölzerne Notbrücke rollten unaufhörlich amerikanische Panzer nach Luxemburg, andere sich absetzende Fahrzeuge fuhren Richtung Süden. Die Panzerfahrer mussten gut manövrieren, um einander nicht auf der Brücke zu rammen. Obwohl die Brückenfahrbahn zu beiden Seiten von den Fußgängerstegen durch dicke Längsbalken abgetrennt war, beging der Fahrer eines aus der Stadt kommenden Panzers den Irrtum, den rechten Steg mit als Fahrbahn zu benutzen.

Einer der Panzerinsassen stand aufrecht im Turm und war eben im Begriff, aus einer Feldflasche zu trinken, als das schwere Fahrzeug nach rechts kippte, die dünnen Bodenbretter des Stegs durchbrach und mit gewaltigem Lärm in die Alzette fiel. Sofortstoppte der Verkehr. Im Nu sprangen die Besatzungsmitglieder aus den nachrückenden Fahrzeugen und beeilten sich, über den gefrorenen Ufermorast die Alzette zu erreichen, wo sie durchs Wasser wateten und zu helfen versuchten. Einige Sekundenspäter tauchte der erste Insasse aus dem eiskalten Wasser auf. Entsetzen und Schrecken standen in seinen Augen. Schreiend und weinend watete er um den Panzer herum, als im selben Augenblick ein zweites Crew-Mitglied aus dem Wasser auftauchte. Die beiden fielen sich um den Hals und gingen ans Ufer. Sie sollten die einzigen Überlebenden sein.

Da der Panzer mit dem Turm auflag, war es nur dem Fahrer und dem Panzer-Kommandanten gelungen, sich selbst zu befreien. Trotz verzweifelter Bemühungen konnten die Helfer erst kurze Zeit später die untere Panzerplatte aufbrechen. Ihre Anstrengungen waren umsonst, denn aus dem Innern konnten sie nur einen Kameraden als Leiche bergen. Durch den Aufprall war er besinnungslos geworden und in dem auslaufenden Öl und dem schnell eindringenden Wasser ertrunken.

Später gelang es zwei Armeekränen, den Panzer wieder auf die Ketten zu stellen und auf „Onnerklaus“ (Flurname einer Wiese neben der Alzette) zu ziehen, um die zwei letzten Toten aus dem Turm zu bergen.

Heil waren sie aus der Ardennenschlacht zurückgekehrt; der Klang unserer Glocken war ihr Totengeläute. Fern der Heimat gaben sie ihr Leben für die Freiheit Europas.

(nach einem Bericht von Paul Keller)

 Hesper4
2018 Einladung Einweihung Hesper Nord
2018 Einladung Familienchronik der Gemeinde Hesperingen

Hesperange

Ende September (2016) kamen einige Lehrer des Lycée de Garçons Esch-sur-Alzette unter der Leitung von Nory Gruber nach Hesperingen, wohin sie ihr Arbeitskollege Roland Schumacher eingeladen hatte. Nach einer herzlichen Begrüßung im Rathaus im Namen der Gemeinde durch den Schöffen Roby Leven nahm die Gruppe den Lehrpfad Hesperingen-Süd, Alzingen und Fentingen in Angriff, den die Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper zusammen mit der Gemeindeverwaltung erstellt haben. Der 6,9 Kilometer lange Fußmarsch bei sonnigem Wetter durch Natur und Wohngegend vermittelte den Teilnehmern eindrucksvolle Momente der kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde, wobei ein kleiner Vortrag in der Pfarrkirche Fentingen sicherlich einen Höhepunkt darstellte. Am Abend beschloss ein gemütliches Essen im Restaurant Jardin Gourmand in Hesperingen die interessante Wanderung.

Lehrpfad 001b