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Eine Bühne für die schönen Künste

Aus dem Wort vom 6. Mai 2015

Arbeiten für den Bau eines multifunktionalen Gebäudes in Hesperingen haben begonnen

Eine Bühne für die schönen Künste

Laut Kostenvoranschlag wird die neue Infrastruktur 18,5 Millionen Euro kosten

VON RITA RUPPERT

Mit dem neuen, multifunktionalen Gebäude, das in Hesperingen entsteht, erhält die Gemeinde endlich eine Infrastruktur für die schönen Künste. Die Kulturstätte, die unter anderem auch ein „Centre médical“ beherbergen wird, wird voraussichtlich mit 18,5 Millionen Euro zu Buche schlagen und im Juli 2017 fertiggestellt sein.

Vor einigen Tagen haben die Erdaushubarbeiten für das neue, multifunktionale Gebäude in Hesperingen begonnen. Direkt neben dem Rathaus an der Route de Thionville entsteht die Infrastruktur, die den Bedürfnissen und Wünschen der Kulturvereine und mittlerweile 14 750 Einwohner gerecht werden soll.

Bislang keine adäquate Kulturstätte

Dass die Gemeinde Hesperingen ein solches Gebäude dringend benötigt, ist spätestens seit April 2006 gewusst, als die damalige Regierung eine Bestandsaufnahme der regionalen kulturellen Infrastrukturen des Großherzogtums veröffentlichte. Hesperingen hat nämlich bis heute keine Kulturstätte, die diesen Namen verdient. Größere Konzerte finden in den Sporthallen statt. Wegen Auf- und Abbau ist die betreffende Sporthalle in diesen Fällen dann über Tage nicht von den Schulklassen und Sportvereinen nutzbar. „Dies ist definitiv ein Problem“, sagt Bürgermeister Marc Lies.

Dem wird nun Abhilfe geschaffen mit einem von „G+P Muller Architectes“ konzipierten Gebäude. Es wird ein 400 m2 großes Foyer, einen Mehrzwecksaal für 350 Zuschauer, eine Brasserie-Restaurant mit 60 Plätzen sowie Büros auf 900 Quadratmetern für die Verwaltung begreifen. Hinter dem Foyer wird in südlicher Lage eine 150 m2 große Terrasse angelegt.

Ein Gebäudeflügel wird auf zwei Stockwerken komplett für Verwaltungszwecke reserviert sein, wobei im Erdgeschoss zusätzliche Büroräume der Gemeindeverwaltung und ein „Centre médical“ für sieben bis acht Ärzte entstehen. Der mit 350 festen Sesseln und einer 170 Quadratmeter großen Bühne ausgestattete Mehrzwecksaal eignet sich sowohl für Konzerte und Theateraufführungen als auch für Filmprojektionen. Für die Künstler werden zwei Umkleidekabinen mit Dusche eingerichtet. Im 400 Quadratmeter großen Foy- er mit Schanktisch sind Projektionen aus dem großen Saal möglich. Diese Vorhalle kann für Themenabende und die Konzerte kleinerer Ensembles genutzt werden. Das Foyer kann übrigens gemietet werden für Konferenzen, Empfänge, usw.

Erwähnt sei auch, dass eine unterirdische Garage mit 45 Stellplätzen vorgesehen ist. Laut Bürgermeister Marc Lies soll das neue Gebäude (Energiesparhausstandard) mit dem Rathaus und dem Park ein Ensemble bilden.

Die Rohbauarbeiten werden voraussichtlich im kommenden Monat beginnen. Zuvor müssen noch Bodenanalysen durchgeführt und gegebenenfalls verseuchter Boden fachgerecht entsorgt werden. Im Juli 2017 könnte das Gebäude dann fertiggestellt sein.

Finanzielle Bezuschussung von staatlicher Seite?

Der Bau wird laut Kostenvoranschlag mit 18,5 Millionen Euro zu Buche schlagen. Da der kulturelle Aspekt des Vorhabens ein Drittel der Kosten ausmacht, hat die Gemeinde eine Anfrage zwecks finanzieller Bezuschussung an das Kulturministerium gerichtet. 25 Prozent waren ihr im Juli 2014 bei der Präsentation in Aussicht gestellt worden. Auf ein offizielles Schreiben aus dem Ministerium warten die Ädilen allerdings bislang vergeblich.

 

 

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Luxemburger Wort vom Mittwoch, 6. Mai 2015, Seite 31
 
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