… dass die Kirche Howald vor genau 50 Jahren errichtet wurde?

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 1

    Installation von Pater scj. René Linster als erstem Pfarrer in Howald am 09.03.1963. Die Pfarrei selbst war am 28.08.1962 entstanden und Pfarrer Linster war seit 1959 in Howald ansässig (Kloster) und ab 1961 dort als Kaplan tätig.

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 2

    Bau von Kirche und Pfarrhaus (um 1965)

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 3

    Glockenweihe am 27.03.1966 durch Mgr. Jacques Mangers. Ganz links der Pfarrer aus Hesperingen, François Schneider.

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 4

    Konsekration der neuen Kirche durch Bischof Léon Lommel am 19.05.1966 (Christi Himmelfahrt)

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 5
  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 6

     Blick in das Innere der eben fertiggestellten Kirche, die in der Zwischenzeit einige Änderungen erfahren hat (drei Bänke-Reihen, Westenfelder-Orgel, Patchwork-Arbeiten usw.).

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 7

     Die Muttergottes wurde ebenso wie der Kreuzgang von dem Bildhauer Emile Hulten aus Esch/Alzette geschaffen.

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 8

    Das Tabernakel fertigte der Künstler Pit Brandenburger im Jahre 1999 an. Beide Fotos stammen von Raymond Thill (2014).

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 9

    Die erste (Ahlborn-) Orgel wurde am 26.09.1971 durch Dechant Jules Jost eingesegnet. Organist war an dem Tag Prof. Pierre Drauth. Die neue Orgel stammt aus dem Hause Westenfelder aus Lintgen und wurde von Bischof Fernand Franck am 14.11.1993 feierlich eingesegnet. Bei der Feier waren der damalige Domorganist Carlo Hommel und Franz Krantz im Einsatz. Präsident des Organisationsvorstandes der „Uergelfrënn“ war der Musikpädagoge Jacques Wingert.

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 10

    Die erste (Ahlborn-) Orgel wurde am 26.09.1971 durch Dechant Jules Jost eingesegnet. Organist war an dem Tag Prof. Pierre Drauth. Die neue Orgel stammt aus dem Hause Westenfelder aus Lintgen und wurde von Bischof Fernand Franck am 14.11.1993 feierlich eingesegnet. Bei der Feier waren der damalige Domorganist Carlo Hommel und Franz Krantz im Einsatz. Präsident des Organisationsvorstandes der „Uergelfrënn“ war der Musikpädagoge Jacques Wingert.

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 11

    Das Taufbecken eingangs der Kirche. Auch die Gedenktafel zu Ehren der Opfer der Bombenangriffe von August 1944 befindet sich dort.

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 12

    Beeindruckend ist auch die Patchwork-Arbeit „Arche Noah“ im Chor der Kirche. Beide Bilder (Fotograf Raymond Thill) stammen aus dem Jahre 2014.

  • aus: Buet 09 / 2016 / N°27 / Bild 13

    Eine schöne Aufnahme des Fotografen Armand Gillen (Howald) aus dem Jahre 2006

Tatsächlich ist das religiöse Leben in Howald entstanden, lange bevor es überhaupt eine Ortschaft als solche gegeben hat. Bekannt sind eine Kapelle (als Loreto-Kapelle der heiligen Jungfrau Maria geweiht) und eine Einsiedelei, die mindestens seit dem 17. Jahrhundert dort existierten, ehe sie dann im Jahre 1759 abgerissen wurden.

Um das Jahr 1800 wurden einige wenige Häuser errichtet, ehe Anfang 1900 mit der rue Eugène-Welter und der Avenue Berchem die heute größte Agglomeration der Gemeinde Hesperingen entstand. 1937 errichteten die Herz-Jesu-Patres dann das Kloster Howald (Standort des heutigen CIPA), das am 24.10.1939 von dem damaligen Bischof Philippe eingeweiht wurde. In der dortigen Klosterkapelle wurden die Gottesdienste für die Howalder Bevölkerung abgehalten, deren Begräbnisstätte zumeist der Friedhof in Bonneweg war.

Mitte der 1950er Jahre wurde der Ruf nach einer eigenen Pfarrei und einer eigenen Kirche der mehr als 1.000 Einwohner Howalds (immerhin ein Drittel der ganzen Gemeinde) immer lauter. Am 28.08.1962 gab Bischof Léon Lommel sein Einverständnis für die neue Pfarrei, eine Bischofspfarrei, denn die Regierungsverwaltung sah keine zusätzlichen Pfarreien vor. Die mehr als 1.200 Einwohner Howalds benötigten jedoch auch eine eigene Kirche, da die Klosterkapelle den Bedürfnissen nicht mehr genügte. Nach den Plänen für einen Friedhof im Jahre 1961 wurde dann am 07.05.1964 (Christi Himmelfahrt) durch den Domprobst Mgr. Mille der Grundstein für die neue Kirche gelegt. Die Straußfeier war am 22.10.1964 und 1966 konnte der Bau bereits abgeschlossen werden. Die moderne architektonische Konzeption von Roger Bauer und Michel Mousel fand damals in den Medien viel Beachtung. Im Mittelpunkt steht der Hauptaltar, auf den die Außenmauern zugeschnitten sind. Der Halbkreis des Chors und die Disposition der Bänke lassen die Farbenpracht der bunten Mosaikfenster besonders zur Geltung kommen und die Vielfalt der verwendeten Materialien wie Holz, Stahl, Marmor, Beton und Hausteine spiegelt die Mannigfaltigkeit und Verschiedenheit der Besucher wider, die im Gottesraum zu einer Einheit zusammenwachsen. Einfachheit und schlichte Eleganz werden durch die wenigen, aber wesentlichen Elemente wie Altar, Kreuz, Marienstatue, Ambo und Kreuzgang unterstrichen, während andererseits die verschiedenen Dekorelemente der Binnenwände beeindrucken, wo sich große Mosaikfenster und geschlossene Mauern mit durchlässigen Wänden und kleinen Mosaikfenstern abwechseln. Das geschwungene Dach hebt sich Richtung Turm, der freistehend wie ein Finger zum Himmel zeigt.

Fünf Pfarrer haben Pfarrei und Kirche Howald bisher gesehen (die drei ersten waren Herz-Jesu-Pater): René Linster scj. (1962 - 1970); Nicolas Turmes scj. (1970 - 1981); Edouard Ahnen scj. (1981 – 1988); Fernand Huberty (1988 – 1999) und ab dem 26.07.1999 ein Pastoralteam mit Pfarrer Pit Faber, Diakon Léon Weber und Pastoralreferentin Christine Bußhardt. 1987 wurde das 25. Jubiläum des Kirchenbaus mit einer Ausstellung (Initiatorin: Mme Rose Goergen) gewürdigt und 2006 der 40. Geburtstag mit einer Ausstellung und einem Vortrag der Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper. Mittlerweile werden alle großen Feiern (Te Deum zu Nationalfeiertag, Kommunion und Firmung) in der gut 600 Besucher fassenden größten Kirche der Gemeinde Hesperingen abgehalten. Der 50. Jahrestag wurde dieses Jahr am Wochenende vom 7. bis 8. Mai mit einem Festgottesdienst durch Erzbischof Jean-Claude Hollerich, einer Fotoausstellung und weiteren Veranstaltungen gebührend gewürdigt.

 

Roland Schumacher
Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper

… dass der Fussballverein F.C. SWIFT Hesperingen vor hundert Jahren gegründet wurde?

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 1

    Die erste Seite des Sekretariatsbuches

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 2

    In der Gaststätte (nebenbei auch noch Metzgerei und Restaurant) der Witwe Susanne Mertes-Morheng wurde der Verein gegründet.

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 3

    Logo Excelsior Itzig

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 4

    Logo F.C. Swift Hesperingen

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 5

    Je 1.000 Ansichtskarten wurden von den Fotos der beiden Mannschaften des F.C. Swift Hesperingen gedruckt, die der Fotograf Maroldt am 19.02.1917 angefertigt hatte.

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 6

    Je 1.000 Ansichtskarten wurden von den Fotos der beiden Mannschaften des F.C. Swift Hesperingen gedruckt, die der Fotograf Maroldt am 19.02.1917 angefertigt hatte.

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 7

    Während der Besatzung erhielt der Verein den Namen „Rot-Weiss Hesperingen“ von den deutschen Behörden. Wegen des Kriegsausbruchs wurde ab 1940/41 keine Meisterschaft mehr ausgetragen.

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 8

    Nach dem Krieg wurde das Spielfeld auf dem „Holleschbierg“ wieder von den Fußballanhängern in Besitz genommen und war ab 1946 Eigentum des Vereins. Im Hintergrund kann man noch einige Baracken des Arbeitsdienstes sehen, welche die deutschen Besatzer dort errichtet hatten.

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 9

    Die 1. Mannschaft im Jahre 1956/57 (die Broschüre zum 50. Geburtstag vermerkt das Jahr 1959). Von links nach rechts, obere Reihe: Jeitz Théo, Jomé Paul, Engel Armand, Greiveldinger André, Joachim Henri, Hoffmann Aloyse. Untere Reihe: Wenger Robert, Lauterbour Paul, Kler Arny, Meyer Robert, Thill Romain.

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 10

    Nach dem Gewinn der Coupe de Luxembourg erfolgte eine Ehrung durch die Gemeindevertreter. Der F.C. Swift Hesperingen spielte zum ersten Male im Europapokal der Pokalsieger!

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 11

    Eintrittskarte für das Spiel vom 03.10.1990 gegen den polnischen Vertreter Legia Warschau.

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 12

    Einweihung des „Stade Holleschbierg" am 30.09.1999 durch die Unterrichts- und Sportministerin Anne Brasseur. Das Stadion, das des Öfteren auch Länderspielkulisse ist, trägt ab der Gemeinderatssitzung vom 11.09.2000 den Namen „Stade Alphonse Theis“ (Bürgermeister von 1975-1999).

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 13
  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 14

     Die 1. Mannschaft des Jahres 2015/16

  • aus: Buet 06 / 2016 / N°26 / Bild 15

Tatsächlich haben sich am 02.07.1916 einige sportbegeisterte junge Burschen zusammengefunden und den „Football-Club Swift Hespérange“ aus der Taufe gehoben. Erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden erste Sportvereine in Luxemburg gegründet und eine erste Luxemburger Fußballmeisterschaft (mit insgesamt 9 Mannschaften) wurde gar erst im Jahre 1908 ausgetragen. Trotz der Kriegswirren in den Jahren 1914-1918 ruhte der Fußballsport nur kurze Zeit, denn „déi englesch Kränkt“ hatte mittlerweile das ganze Land erfasst. So hatten auch die ersten Vereinsnamen englische Wurzeln wie etwa „Sporting“, „Racing“ oder Young Boys. Der Hesperinger Verein gab sich den Namen Swift, was so viel wie „schnell“, „flink“ oder „rasant“ bedeutet.

Die Vereinsfarben waren zuerst rot/schwarz (vertikal gestreift) für die erste Mannschaft und gelb/schwarz für die zweite. Für Schuhe und Uniform mussten die Spieler selbst aufkommen und mit den ersten Geldern der Vereinskasse wurde eine neue Gummiblase zur Fertigung eines Balls gekauft, dessen Außenhülle der Gastwirt und Metzger (Nicolas) Edmond Mertes (1864-1911), der einige Jahre in den USA gelebt hatte, 1897 aus den Staaten mitgebracht hatte. Der Verein wurde dann auch in der Gaststätte der Witwe Susanne Mertes-Morheng gegründet. Erster Präsident war Jos. Scherer, der wenige Monate später verzog und dem Malermeister Paul Mersch Platz machte. Als Vereinslokal diente in den Anfangsjahren die Gaststätte Edouard Kayser-Lauterbour.

Das erste Spiel wurde am 19.08.1916 in Itzig gegen die dortige 1. Mannschaft des F. C. Excelsior ausgetragen und mit 6:1 gewonnen. Itzig hatte bereits seit etwa 1905 einen Fußballverein, der mehrere Anläufe benötigte, ehe dann 1941 der heutige Verein „F.C. Blo-Wäiss Izeg“ gegründet wurde. Von 11 Spielen im Jahre 1916 verlor der Hesperinger „F.C. Swift“ nur eines. Erst 1918/19 beteiligte der Hesperinger Verein sich an den nationalen Meisterschaften (3. Division) und belegte gleich den 3. Platz. Dann dauerte es aber bis 1920/21, ehe eine regelmäßige Beteiligung stattfand. Die erste Fahnenweihe erfolgte dann am 03.07.1927. Bei Ausbruch des Krieges musste sich der Verein umbenennen und hieß bis zum Ende der Besatzungszeit „Rot-Weiss Hesperingen“.

Nach dem Krieg wurden das Gefüge des nationalen Fußballs neu strukturiert (Nationaldividion, Ehrenpromotion, 1. Division usw.). Den absoluten Tiefpunkt hatte der F.C. Swift in den drei Jahren von 1964-1967, wo man in der 3. Division spielen musste. In den 1970er und 1980er Jahren aber ging es dann stetig bergauf. Ab 1985/86 spielte der Hesperinger Verein dann gar in der Nationaldivision und am 13.06.1990 konnte der F.C. Swift das Wiederholungsspiel der Coupe de Luxembourg nach einem fulminanten Auftritt gegen A.S. Differdingen auf Verlorenkost mit 7:1 gewinnen und sich den Pokal sichern. Gerade im Jugendbereich und auch bei den Supportervereinen konnte alsbald ein enormer Aufschwung vermerkt werden und zahlreiche „Coupes“ vermeldeten eine große Anhängerschar. In den Folgejahren wechselte der Verein öfters zwischen Nationaldivision und Ehrenpromotion (1995/96 rutschte man gar in die 1. Division ab) und seit der Saison 2014/15 spielt man wieder in der Ehrenpromotion. Im Jubiläumsjahr schwächelte der Verein in entscheidenden Spielen und musste bis wenige Spiele vor Saisonende gar um den Klassenerhalt fürchten. Die Kehrtwende konnte jedoch herbeigeführt werden (von den letzten 7 Spielen wurden deren 5 gewonnen) und es bleibt zu hoffen, dass der F.C. Swift Hesperingen in den kommenden Jahren wieder an die Spitze des inländischen Fußballsports gelangen kann.

 

Roland Schumacher
Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper

… dass Howald einmal eine Kupfergießerei besessen hat?

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 1

    Emile Blondelot heiratete am 19.08.1907 in der Hauptstadt die 19-jährige Margaretha Modo, welche am 22.02.1888 in Luxembourg-Clausen als Tochter des Schlossers Mathias Modo und seiner Ehefrau Katharina Schumacher aus der Hauptstadt geboren worden war. Wahrscheinlich hatten sich die beiden in Pfaffenthal kennengelernt, denn der Schlosser Mathias Modo wohnte im Jahre 1900 noch dort in der Grünwaldstraße Nr. 3.

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 2

    Das Atelier in Pfaffenthal.(hier der Erneuerungsantrag von 1914) wurde bereits Ende 1908 vom Schöffenrat genehmigt. Die Grünewaldgasse / Grünewaldstraße heißt heute „Rue des Trois-Glands“ (ANLux J90 / 3222).

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 3

    Inserat aus dem Luxemburger Wort vom 07.08.1929

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 4

    Schreiben an den Schöffenrat Hesperingen vom 26.10.1933, mit der Bitte, eine Kupfergießerei hinter dem Wohnhaus in der „Rue Eugène-Welter“ errichten zu dürfen (ANLux J90 / 9338).

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 5

    Haus Howald (Google Street-View) und Atelier Howald (Farbfoto: Rose Goergen, Howald)

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 6

    Das Ehepaar Blondelot-Modo vor dem Krieg…

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 7

    Die Glocke befand sich von 1949 bis 1998 im Kloster Howald und von da an bis 2002 im Rathaus der Gemeinde Hesperingen:

    Gegoss go’f ech fir

    D’herz-jesu kloster ho’wald

    als undenken un ons le’f do’den

    gefall den 9. an 11. me 1944 fir

    onse glaw an ons hemecht ho’wald

    den 25 juli 1949. emile blondelot

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 8

    Seit 2002 ziert die Glocke den Eingang des am 30.05.2003 (die ersten Bewohner waren bereits am 10.12.2002 eingezogen) eingeweihten Centre pour Personnes Agées „Beim Klouschter“ Howald (Foto: Roland Schumacher, Fentange)

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 9

    Eine zweite Glocke goss Emile Blondelot 1952 für die Pfadfinder von Neuhäusgen, welche mit dem Fahrrad dorthin gebracht wurde. Auszug aus dem Luxemburger Wort.

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 10

    Verschiedene Kunstgegenstände (Fotos: Roland Schumacher, Fentange)

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 11

    Verschiedene Kunstgegenstände (Fotos: Roland Schumacher, Fentange)

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 12

    Verschiedene Kunstgegenstände (Fotos: Roland Schumacher, Fentange)

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 13

    Verschiedene Kunstgegenstände (Fotos: Roland Schumacher, Fentange)

  • aus: Buet 03 / 2016 / N°25 / Bild 14

In der Rue Eugène-Welter Nummer 28 existierte Mitte des 20. Jahrhunderts eine Kupfergießerei, die von Emile Blondelot-Modo betrieben wurde. Die Familie Blondelot stammt ursprünglich aus Frankreich und eine Eigenart der Familie scheint es zu sein, dass die erstgeborenen Söhne den Vornamen Emile erhalten.

Der Großvater von Emile Blondelot-Modo hieß Emile François Blondelot, war von Beruf Schreiner und wurde am 24.05.1828 in Provins (Département Seine et Marne, Frankreich) geboren, wo der Name Blondelot schon im 17. Jahrhundert zu finden ist. Er ließ sich in Luxemburg nieder und heiratete am 06.07.1857 in Steinsel Barbara Theisen aus Heisdorf. Das Paar lebte abwechselnd in Helmsange, Bereldange und Walferdange, um sich schließlich in Pfaffenthal niederzulassen. 11 Kinder gingen aus dieser Ehe hervor.

Der erstgeborene Sohn hieß Emil Peter Blondelot. Er wurde am 29.04.1858 in Helmsange geboren und heiratete am 18.02.1882 in Luxemburg-Stadt Elisabetha Jeitz aus Niederanven. Das Paar blieb sein Leben lang in Pfaffenthal wohnen und bekam dort 7 Kinder. Von Beruf war Emil Peter Blondelot Sandgießer respektive Kupfergießer. Auch zwei seiner Söhne ergriffen diesen Beruf.

Der älteste von ihnen hieß ebenfalls Emil und wurde am 13.06.1884 geboren. Nach seiner Lehrzeit in der Kupfergießerei seines Vaters heiratete er am 19.08.1907 in Luxemburg die 19-jährige Margaretha Modo aus Clausen, Tochter eines Schlossers. Am 25.11.1908 richtete er auf dem Grundstück seiner Schwiegereltern eine Kupfergießerei ein. 1914 wurde die Erlaubnis verlängert, aber kurz nach Beantragung eines Gasmotors im Jahre 1916 zog er mit seiner Familie nach Bonneweg, wo er das Haus von J. Schamburg (Itzigerstraße 48) gekauft hatte und im Garten eine Kupfergießerei errichtete. 1933 zog es ihn dann nach Howald, wo er das villenartige Haus des Eisenbahners Folschette erworben hatte und dort (nach anfänglichen Schwierigkeiten mit den Anrainern) ein Atelier einrichtete, in dem er hauptsächlich Maschinenteile für Fabriken herstellte.

Während des Krieges wurde die Ortschaft Howald durch 3 Bombenangriffe der Alliierten in Mitleidenschaft gezogen, welche vorab den Rangierbahnhof „Zwickau“ im Visier hatten. Am 9. Mai 1944 morgens gegen 9.30 Uhr traf eine der Bomben das Haus Blondelot, wobei Margaretha Blondelot-Modo ums Leben kam, während ihr Ehemann im stark beschädigten Atelier hinter dem Haus mit dem Schrecken davonkam. Er wohnte dann eine Zeitlang bei Verwandten, ehe Haus und Atelier wieder neu aufgebaut respektive grundlegend restauriert wurden. Zum Gedenken an die Opfer der Bombenangriffe goss Emile Blondelot eine kleine Glocke, die am 07.08.1949 zum ersten Mal anlässlich einer doppelten Fahnenweihe der Pfadfinder aus Howald gezeigt und dann über dem Eingangsportal des damaligen Herz-Jesu-Klosters angebracht wurde. Nach dessen Abriss im Jahre 1998 gelangte sie auf ein Ehrenpodest in dem Rathaus der Gemeinde Hesperingen, wo sie bis 2002 verblieb. Ab dann ziert sie den Eingang des neu errichteten Centre pour Personnes Agées „Beim Klouschter“ Howald.

Noch zwei weitere Glocken wurden in der Werkstatt Emile Blondelots in Howald gegossen (eine davon ging an die Pfadfinder nach Neuhäusgen), wobei ihm gerade die künstlerischen Arbeiten, welche er neben seiner reinen Werktätigkeit herstellte, ein besonderes Anliegen waren. 1953 wurde das Haus in der Rue Eugène-Welter dann verkauft. Emile Blondelot wohnte eine Zeitlang bei der Familie seines Sohnes Mathias (Limpertsberg), ehe er dann altersbedingt Quartier in der Kuranstalt „Weilerbach“ bezog, wo er am 19.05.1968 im Alter von 83 Jahren verstarb.

 

Roland Schumacher
Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper

… dass bereits mehrere Abgeordnete aus unserer Gemeinde hervorgegangen sind (gegenwärtig gehören der Bürgermeister Marc Lies und die Schöffin Diane Adehm, beide CSV, der Abgeordnetenkammer an), aber erst ein Minister? Dabei handelt es sich um den aus Alzingen stammenden Albert Bousser.

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 1

    Auf dem ersten Foto des „Guidon Alzingen“ (um 1920) ist der junge Albert Bousser in der oberen Reihe als Vierter von rechts zu erkennen.

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 2

    Dorfschmiede und Gaststätte eingangs der Rue de Syren. Heute befindet sich dort eine kleine Grünanlage.

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 3

    Auf diesem Bild der Gaststätte Bousser-Birtz steht Albert Bousser im Vordergrund (Zweiter von rechts).

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 4

    Albert Bousser in jungen Jahren...

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 5

    Albert Bousser mit seiner zweiten Ehefrau „Lily“ Terens (1934)

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 6

    Als Präsident der Chorale Alzingen im Jahre 1939 (vordere Reihe Mitte)

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 7

    Albert Bousser als Gewerkschaftler...

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 8

    ...und als Bürgermeister.

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 9

    Taufe des 2. Fokker Friendship der Luxair auf den Namen „Prince Jean“ am 09.04.1965. Transportminister Albert Bousser mit Großherzog Jean und dessen Sohn Jean bei dem feierlichen Einweihungsakt.

  • aus: Buet 12 / 2015 / N°24 / Bild 10

    Der wieder zum Schöffen ernannte Albert Bousser bei der Ablegung des Eides vor Député-Maire Alphonse Theis (1976)

Geboren wurde Albert Michel Bousser am 08.02.1906 in Alzingen als einziger Sohn (bei insgesamt 5 Kindern) des aus Koerich gebürtigen Schlossers Johann Bousser und dessen Ehefrau Marie genannt Josephine Birtz aus Lintgen. 1912 ersteigerte das Ehepaar die Dorfschmiede nebst Wirtsstube unmittelbar neben der Kirche und der alten Schule in Alzingen.

Technische Studien des jungen Albert Bousser an der „École des Arts et Métiers“, den „Cours Techniques Supérieurs de l’État“ und weiterführende Lehrjahre in Paris als technischer Zeichner schufen die besten Voraussetzungen für die berufliche Laufbahn bei Paul Würth (1927-1930) und anschließend bei der Eisenbahn.

Am 26.03.1932 heiratete Albert Bousser in Hesperingen (Marie) Henriette Kayser aus Itzig, die schon wenige Wochen später einem schrecklichen Verkehrsunfall in Alzingen zum Opfer fiel. Der Witwer heiratete in zweiter Ehe am 07.02.1934 in der Gemeinde Betzdorf Lucie Elisabethe Terens aus Roodt/Syr. Aus dieser Ehe ging Ende 1934 eine Tochter namens Laurence hervor.

Nach dem Krieg wurde Albert Bousser zum Inspektor bei der Eisenbahn ernannt (11.12.1946). Während des Streiks vom 11. und 12.10.1949 entließ man ihn als „agent dirigeant“, stellte ihn gleich darauf aber wieder ein. Nach weiteren Beförderungen gehörte er ab dem 01.01.1964 der CFL-Direktion an.

Albert Bousser wurde schon am 09.02.1946 Mitglied der sozialistischen Fraktion des Parlaments, dem er ununterbrochen bis 1964 angehörte. Neben seinen politischen Aktivitäten war er auch sehr stark im Landesverband der Luxemburger Eisenbahner und Transportarbeiter tätig. Vom 25.04.1962 bis zum 24.04.1966 gehörte er dem Comité Economique et Social in Brüssel an, ab dem 07.07.1950 war er Stadtrat in Luxemburg und von 1952 bis 1954 Präsident der LSAP.

Nach seinem Umzug nach Howald wurde er in der Gemeinde Hesperingen politisch aktiv. Bei den ersten Wahlen nach dem Proporzsystem in der Gemeinde Hesperingen (Oktober 1963) wurde der Sozialist ab dem 01.01.1964 Bürgermeister (LSAP-CSV-Koalition) seiner Heimatgemeinde. Dieses Amt legte er jedoch schon Mitte desselben Jahres nieder, denn durch großherzoglichen Beschluss vom 18.07.1964 wurde er als Nachfolger von Robert Schaffner zum Minister der öffentlichen Arbeiten und des Transportwesens, der Post und des Fernmeldewesens ernannt (CSV-LSAP-Regierung). Nach einer Reihe von größeren Problemen demissionierte die Regierung. Die Koalition blieb jedoch bestehen und Albert Bousser wurde in seinem Ministeramt bestätigt (05.01.1967). Nach dem endgültigen Scheitern der Regierungskoalition trat Albert Bousser am 01.02.1969 als Minister zurück und ging 4 Monate später dann in Pension.

Die Wiederwahl in den Hesperinger Gemeinderat erfolgte am 12.10.1969 mit der höchsten Stimmenzahl aller Kandidaten, aber er verblieb in der Opposition. Bei der Spaltung der sozialistischen Partei wurde Albert Bousser Vertreter der SdP (Gründung am 14.03.1971), für die er zwischen 1974 und 1979 im Parlament tätig war. 1975 wieder in den Gemeinderat gewählt und ab Februar 1976 sogar Schöffe legte er seine Ämter wie vereinbart im März 1978 nieder, verblieb jedoch Abgeordneter. Letzteres war er immerhin in den Jahren: 1946-51; 1951-54; 1954-58; 1959-64; 1974-79. Bis ins hohe Alter war der streitbare Aktivist politisch tätig.

Nebst seiner schriftstellerischen Tätigkeit („Revuen“, Operetten, Gedichte sowie eine Autobiografie) war Albert Bousser stets der Vereinstätigkeit gewogen. So gehörte er lange den Vorständen des Alzinger Männergesangvereins und des „F.C. Guidon Alzingen“ an und stand auch dem Tischtennisverein Howald zeitweilig vor. Zudem war er Gründer der Chorale FNCTTFEL, die noch heute seinen Namen trägt. Seine Ehefrau Lucie Terens verschied am 07.03.1991 in Luxemburg, er selbst im CIPA „Saint Joseph de la Croix“ in der Hauptstadt am 02.05.1995 im Alter von 89 Jahren. Die 1998 eröffnete unterirdische Verbindung zwischen der Pénétrante Sud und der Rocade de Bonnevoie trägt heute den Namen „Tunnel Albert Bousser“.

 

Roland Schumacher
Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper

… dass sich in der Kirche in Fentingen ein uralter Sarkophag befindet?

  • aus: Buet 09 / 2015 / N°23 / Bild 1

    Das wohl älteste Foto der Fentinger Kirche mit dem alten Chor und dem uralten Kirchenschiff. Foto: Sammlung René Thill (Echternach).

  • aus: Buet 09 / 2015 / N°23 / Bild 2

    Spektakuläres Foto der Erneuerung des Kirchenschiffs (1933/34). Bis dahin hatten die uralten Grundmauern aus dem Jahre 910 Bestand. Foto: Archiv Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper.

  • aus: Buet 09 / 2015 / N°23 / Bild 3

    Anlässlich der archäologischen Grabungen des Museums zeigte sich die zentrale Lage des Sarkophags. Links und rechts sind Reste der alten Grundmauern zu sehen. Bei den horizontalen Seitenschächten inmitten des Kircheninneren handelt es sich um Lüftungs- und Heizungsschächte neueren Datums. Foto: Tom Lucas (MNHA)

  • aus: Buet 09 / 2015 / N°23 / Bild 4

    In unmittelbarer Nähe des Sarkophags (sogar darunter) wurden weitere Skelette gefunden, die zum Teil Kampfspuren aufwiesen. Foto: Christiane Bis-Worch (Luxembourg).

  • aus: Buet 09 / 2015 / N°23 / Bild 5

    Innere des Sarkophags mit den zwei Skeletten, die beide nicht vollständig erhalten sind. Foto: Laure-Anne Finoulst (Bruxelles)

  • aus: Buet 09 / 2015 / N°23 / Bild 6

    Foto von der Empore hinunter auf den Kircheninnenraum mit dem Sarkophag anlässlich der Konsekration des neuen Zelebrationsaltars, der Einweihung des renovierten Kirchenraums und der Einsegnung der neuen Orgel. am 20.05.2007. Foto: Serge Waldbillig (Aspelt).

  • aus: Buet 09 / 2015 / N°23 / Bild 7

    Die neue Pfeifenorgel aus dem Hause Westenfelder aus Lintgen. Foto: Roland Schumacher (Fentange).

Anlässlich der Installation einer neuen Pfeifenorgel und der Neugestaltung des Kircheninneren wurde am 13.01.2005 von den Arbeitern eine Entdeckung gemacht, die sofort die Benachrichtigung des Nationalen Museums erforderte. Mitten im Kirchenschiff war ein Sarkophag mit einer steinernen Abdeckplatte entdeckt worden.

Interessant ist die Tatsache, dass die Räumlichkeit schon während der Römerzeit bebaut gewesen sein muss. Mittels der C14-Analyse von organischem Material einer Mauer in der Nähe der Eingangstür konnten die Archäologin Christiane Bis und ihre Kollegen vom Museum deren Alter auf das Jahr 161 nach Christus bestimmen (+- 30 Jahre).  Öfters wurden heidnische Weihestätten und Kultgebäude von den ersten Christen benutzt, um an derselben Stelle eine Kirche zu errichten. Römische Münzfunde und andere Mauern in der Nähe des Josefsaltars haben auf das 3. und 4. Jahrhundert nach Christus datiert werden können. Während der Frankenzeit hat sich dann dort ein offener Friedhof befunden und um das Jahr 910 (so die Ermittlung der Materialien der noch vorhandenen Grundmauern durch besagte C-14-Methode) wurde die erste Kirche in Fentingen errichtet.

Heute wissen wir, dass von der alten Kirche über dem Boden nichts mehr erhalten ist. Der Turm ist 1892 errichtet worden und der Neubau des Chores datiert aus den Jahren 1922-1923. Die alten Mauern der früheren ersten Kirche aber wurden erst 1933-1934 niedergerissen, um ein neues vergrößertes Kirchenschiff zu gestalten. Die zentrale Lage des Sarkophags ermöglicht aber die Hypothese, dass es sich hier um ein Stiftergrab handeln könnte.

Leider ist der sich zum Fußende verjüngende Sarg weder verziert noch beschriftet und auch innerhalb des Sarkophags hat es keine Beilagen gegeben, die eine Zuordnung oder Datierung ermöglicht hätten. Die steinerne Abdeckplatte ist übergroß und stammt definitiv von einem anderen Sarkophag. In dem Steinsarg haben zwei Skelette gelegen. Es scheint, als ob er für einen jungen Mann errichtet worden sei, dessen Gebeine bei der Bestattung einer erwachsenen Frau in demselben Sarkophag zu deren Füßen (Richtung des Altars gegen Osten) säuberlich zusammengeschichtet worden sind, um Platz für  die Zweitbestattung zu machen. Der schlechte Zustand der Knochen hat leider keine Datierung ermöglicht.

Der Grabstein selbst weist mehrere Risse und Bruchstellen auf, die mögliche Einwirkungen durch Renovierungsarbeiten bekunden. Vielleicht handelt es sich bei den beiden Toten um Mitglieder ein und derselben Familie. Früher wurden öfters Menschen in den Kirchen begraben und auch in der Kirche in Fentingen haben noch weitere 37 Skelette und Knochen von 18 anderen Personen gefunden werden können. Einige wenige Bestattungen angesehener Persönlichkeiten im Kircheninneren sind sogar in den alten Kirchenbüchern vermerkt worden. Die Textiluntersuchungen einer Spezialistin aus Deutschland haben ergeben, dass die beiden Toten in Gewänder aus Leder von Haarschafen respektive einem Oberteil aus Seide und einem unteren aus Leinen gekleidet gewesen sind. Eine belgische Doktorandin hat im Dezember 2008 die Herkunft der Steine des Sarkophags mit der französischen Ortschaft Metz in Verbindung bringen können.

Während der Renovierungsarbeiten in der Pfarrkirche haben die damalige Bürgermeisterin Marie-Thérèse Gantenbein, Pfarrer Pit Faber und die Archäologin Christiane Bis dafür gesorgt, dass der Sarkophag an Ort und Stelle bleibt und mit einer mittlerweile belüfteten Glasplatte und einem Beleuchtungssystem versehen worden ist. Obwohl die gläserne Platte extrem dick und einbruchssicher ist, vermeiden auch heute noch manche Kirchengänger darüber zu gehen, sei es aus Vorsicht oder aus Anstand. Wir aber wissen mittlerweile, dass sich im Boden fast aller älterer Kirchen Gräber befinden, über die wir oft bewusst oder unbewusst hinwegschreiten…

 

Roland Schumacher
Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper