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Sur le site internet des "Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper", une association d'histoire locale dans la commune de Hesperange qui existe depuis 1994 et qui a comme but de collectioner le patrimoine historique de la commune, de l'archiver et de le transmettre à la population intéressée au moyen de publications, d'expositions et d'exposés, se présente.

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Aus dem Wort vom 6. Juli 2019

LW 2019 07 06 48 49 

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Von Hasmaringa bis Hesperingen

Wie ein Dörfchen sich zum Gemeindehauptort entwickelt

 

Von Rita Ruppert

Wer heute durch Hesperingen fährt, der kann sich kaum vorstellen, dass es dort einst gemächlicher zuging. In der Tat hat sich das Dorf zum bedeutenden Zentrum einer Gemeinde mit fünf Ortschaften und mehr als 15 000 Einwohnern entwickelt. Ein Hauptort, der weiter wächst, aber auch unter dem Durchgangsverkehr ächzt.

Die erste bekannte schriftliche Erwähnung von Hesperingen in Form des Begriffs „Hasmaringa“ (siehe auch Seite 44) fällt laut Roland Schumacher, Präsident der „Geschichtsfrënn vun der Gemeng Hesper“ in den Zeitraum 867/868 und wurde als verdeutschtes gallisches Wort (hasmar = Bergveste) gedeutet. Eine keltische Flieh- oder Fluchtburg könnte als Ursprung des Dorfnamens gelten.

Eine relativ gut erhaltene Burgruine prägt denn auch das Ortsbild. Die Burg wurde aller Wahrscheinlichkeit nach in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaut. Heute ist sie im Besitz von Staat und Gemeinde.

Zum neuen Wahrzeichen der Gemeinde ist aber der Pont Victor Bodson avanciert, über den die Autobahn A 1 die Ortschaft in der Nähe der „Wollefs-Millen“ überquert. Bei der „Journée Construction 1998“ in Brüssel wurde die Stahlseilbrücke gar mit dem „Prix construction acier 1998“ ausgezeichnet. Ein modernes Bauwerk, das mittlerweile denn auch das Logo der Kommune ziert.

Bedeutender Aufschwung nach Kriegsende

Der wirtschaftspolitische Aufschwung der Ortschaft und der Gemeinde Hesperingen äußerte sich nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem durch eine regelrechte Bevölkerungsexplosion. Eine Entwicklung, der die Verantwortlichen mit dem Errichten neuer Gebäude Rechnung trugen. So wurde 1962 ein Zentrum mit Schule, Rathaus, Polizeizentrale und Festsaal unter dem Namen „Centre civique“ in Hesperingen in Betrieb genommen.

Eine beträchtliche gewerbesteuerliche Einnahmequelle stellen die Industriezonen in Alzingen, Fentingen und Howald, sowie das Unternehmen „DuPont de Nemours“ dar. Von Letztgenanntem profitiert Hesperingen im Gegensatz zur Gemeinde Contern am meisten, befindet sich der größte Teil doch auf dem Gebiet von Itzig. Geld, das die Gemeinde wegen ihrer raschen Ausdehnung gut gebrauchen kann. Zwischen 1965 und 1991 stieg die Einwohnerzahl von 4 685 auf 10 111.

Neuen Herausforderungen Rechnung getragen

Damit wuchsen auch die Herausforderungen für die Gemeindedienste. Das neue Rathaus wurde 1991 fertiggestellt. Im Herbst 2000 wurde ein modernes Sportzentrum für die Schüler, die Jugend und die Sportvereine auf „Holleschbierg“ eingeweiht. Von 2011 bis 2013 wurde das Ortszentrum von Hesperingen attraktiver gestaltet und eine neue Brücke über die Alzette errichtet. Mitte 2017 wurde ein weiteres Grundschulgebäude gebaut, die Maison relais gleich nebenan dürfte zur Rentrée dieses Jahres fertig sein. Nicht zu vergessen die Feuerwehrzentrale und das Multifunktionsgebäude CELO neben dem Gemeindekomplex. Die Arbeiten für den Ausbau der Mehrzweck- und Sporthalle auf Holleschbierg haben begonnen. Der Bau eines Aufzugs vom Ortszentrum dorthin ist geplant.

Eine der größten Sorgen der Gemeindeverantwortlichen betrifft derzeit die geplante Umgehungsstraße. Dies umso mehr, als neben dem täglichen Pendlerverkehr auch das neue Hauptstadtviertel Ban de Gasperich Konsequenzen für Hesperingen hat.


 

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Luxemburger Wort vom Samstag und Sonntag, den 6./7. Juni 2019, Seite 48 und 49