{"id":1890,"date":"2024-02-08T17:03:12","date_gmt":"2024-02-08T16:03:12","guid":{"rendered":"https:\/\/fournelle.lu\/gfhesper\/v3\/?page_id=1890"},"modified":"2024-02-15T12:10:52","modified_gmt":"2024-02-15T11:10:52","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gfhesper.lu\/?page_id=1890","title":{"rendered":"Geschichte Gemeinde"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"1890\" class=\"elementor elementor-1890\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f6b3fff e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"f6b3fff\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-9c43501 e-flex e-con-boxed e-con e-child\" data-id=\"9c43501\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-24d4fa4 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"24d4fa4\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t\t<h1 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Kurzer historischer \u00dcberblick \u00fcber die Gemeinde Hesperingen <\/h1>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-960f338 elementor-drop-cap-yes elementor-drop-cap-view-default elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"960f338\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-settings=\"{&quot;drop_cap&quot;:&quot;yes&quot;}\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"content clearfix\"><div class=\"content clearfix\"><p>Abseits aller Feierlichkeiten im Kulturjahr 1995 beging die Gemeinde Hesperingen wie viele andere ihren 200. Geburtstag in aller Stille. 1795 hatten die siegreichen Revolutionstruppen der Franzosen die alte St\u00e4ndeordnung zugunsten eines neuzeitlichen Gemeindesystems beseitigt. Seit 1823 nun besteht die Gemeinde Hesperingen mit den D\u00f6rfern Alzingen, Fentingen, Hesperingen, Howald und Itzig in ihrer heutigen Form.<\/p><p>Spuren fr\u00fchzeitlicher Ansiedlungen (Holleschbierg, Rezefeld u.a.) wie auch Relikte keltischer (Alzingen) und r\u00f6mischer Niederlassungen (Itzig, Fentingen) sind in der ganzen Gemeinde erhalten. Ein R\u00f6merweg soll von Dalheim aus \u00fcber Hesperingen Richtung Arlon gef\u00fchrt haben. Nach der Besitznahme des Landes durch die Franken geh\u00f6rte Hesperingen zum Wawergau und war laut Pierre Anen das Kopfst\u00fcck eines lothringischen Besitztums. Nach der Gr\u00fcndung der Abtei Echternach im Jahre 698 wurde Hesperingen bald in deren Besitztum einverleibt. Die erste bekannte schriftliche Erw\u00e4hnung von Hesperingen (&#8220;Hasmaringa&#8221;) f\u00e4llt in das Jahr 867 und wurde als verdeutschtes gallisches Wort (hasmar = Bergveste) gedeutet. Eine keltische Flieh- oder Fluchtburg k\u00f6nnte somit als Ursprung des Dorfnamens gelten. Auch die Ortschaften Alzingen und Fentingen wurden schon im 10. Jahrhundert urkundlich erw\u00e4hnt, Itzig gar schon um 780.<\/p><p>Der Beginn der Feudalherrschaft zeigte den wachsenden Machteinfluss der Herren von Rodenmacher (Lothringen), welche wahrscheinlich zwischen 1190 (Bau der ersten Stammburg in Rodenmacher) und 1277 (erste Erw\u00e4hnung eines Galgens in Hesperingens, also des Hoheitszeichens der Herren von Rodenmacher) eine neue Burg in Hesperingen f\u00fcr einen ihrer S\u00f6hne erbauten. Im Wappen f\u00fchrten sie 6 abwechselnd goldfarbene und blaue Streifen (fasc\u00e9 d&#8217;or et d&#8217;azur). J\u00fcngere Studien dokumentieren den eher peripheren Charakter der Burganlage und bestreiten die Existenz einer Hesperinger Herrschaft, die auch \u00fcber kein eigenes Wappen verf\u00fcgte. Bedeutung erlangte die Burg lediglich durch eine Verzichtserkl\u00e4rung von Wilhelm von Sachsen &#8211; Mei\u00dfen, Nachfolger des Kaisers Sigismund, zugunsten der Burgunder im Jahre 1443 (&#8220;Acta in Castro Hesperingen&#8221;).<\/p><p>1486 unterlag Gerhard von Rodenmacher in Erbfolgek\u00e4mpfen um unser Land Maximilian von \u00d6sterreich, dem Gatten der Erbin von Burgund. Im August 1480 hatten 65 Zimmerleute und Maurer aus Luxemburg die Burg Hesperingen abgetragen bzw. unbewohnbar gemacht, ehe sie dann im Mai\/Juni 1482 durch Maximilians Soldateska ein weiteres Mal der Zerst\u00f6rung anheim fiel. Mit anderen Herrschaften wurde sie von Kaiser Maximilian an seinen Vetter, den Markgrafen Christoph von Baden, als Lohn f\u00fcr seine Kriegshilfe \u00fcbergeben. Dieser wird sie wohl instand gesetzt zu haben, ehe sie schlie\u00dflich 1633 aus Badener Besitz an den Advokaten Lucas Bosch verpachtet wurde.<\/p><p>Eine weitere Zerst\u00f6rung w\u00e4hrend der spanischen Herrschaft durch den franz\u00f6sischen Kommandanten von Rodenmacher, Herrn de la Bruy\u00e8re, im Jahre 1679 ist bisher von keiner schriftlichen Quelle bezeugt worden, wiewohl aus dieser Zeit mehrere Dokumente vorhanden sind, welche die \u00dcbergriffe der Soldaten Ludwigs XIV detailliert auflisten. Nach dem R\u00fcckkauf durch das Haus Baden Mitte des 18. Jhdts. kam die Burg 1795 in den Besitz der franz\u00f6sischen Revolutionstruppen, ehe sie zwei Jahre sp\u00e4ter in private H\u00e4nde \u00fcberging.<\/p><p>1795 begr\u00fcndeten die franz\u00f6sischen Eroberer das heutige Gemeindewesen und es wurden zwei Gemeinden gebildet: Hesperingen (mit Itzig) sowie Alzingen (mit Fentingen), welche am 02.01.1823 zusammengeschlossen wurden Zwischen 1795 und 1802 wurde Hesperingen dann sogar Kanton (mit eigenem Friedensgericht), wie sp\u00e4ter auch (1818-1831) unter der holl\u00e4ndischen Herrschaft. 1849 wurde Hesperingen zur eigenen Pfarrei erhoben. Die zweite H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts sah landesweit einen gro\u00dfen wirtschaftlichen und industriellen Aufschwung, von dem auch unsere Gemeinde profitierte. Zwischen 1859 und 1877 existierte ein Bahnhof in Fentingen und von 1882 bis zum 23.05.1955 verband eine Schmalspurbahn (&#8220;Jangeli&#8221;) Luxemburg und Remich. Der Fortschritt \u00e4u\u00dferte sich in einer Vielzahl von neuen Einrichtungen wie dem Postwesen, den Telephonkabinen, elektrischem Strom oder der Kanalisation. Die Schrecken der beiden Weltkriege sollten dem euphorischen Aufschwung dann f\u00fcr l\u00e4ngere Zeit Einhalt gebieten. Unter den deutschen Besatzungstruppen des Zweiten Weltkrieges wurden alle D\u00f6rfer der Gemeinde Hesperingen (mit Ausnahme von Itzig) in die Stadt Luxemburg eingemeindet.<\/p><p>Der wirtschaftspolitische Aufschwung nach Kriegsende \u00e4u\u00dfert sich dann vor allem in einer wahren Bev\u00f6lkerungsexplosion (die Einwohnerzahl stieg um mehr als das Doppelte) Mitte der 70er Jahre. Ein Zentrum mit Schule, Rathaus, Polizeizentrale und Festsaal wurde 1962 unter dem Namen &#8220;Centre Civique&#8221; eingeweiht und in den kommenden Jahren brachten die Industriezonen und die Autobahnen einen bedeutenden wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Fortschritt. Howald wurde zur meistbewohnten Ortschaft mit einem Anteil von 42 % (1995) an der Gesamtbev\u00f6lkerung. Im Laufe der Zeit wurden in der ganzen Gemeinde Hesperingen neue Schulen, Kultur- und Sportzentren errichtet und eine Reihe von sozialen Einrichtungen ausgebaut. Auch das &#8220;Institut d\u2019\u00c9tudes Educatives et Sociales&#8221; in Fentingen unterstreicht seit 1983 die nationale Bedeutung der gro\u00dfen Gemeinde Hesperingen, deren ausl\u00e4ndische Mitbewohner heute etwa 44 % ausmachen. Am 16.9. 1992 wurde das neue<br \/>Rathaus (ehemals &#8220;Urb\u00e9ngs-Schlass&#8221;) eingeweiht, welches ein Areal von mehr als 13 Hektar mit herrlichen Gr\u00fcnfl\u00e4chen und Anlagen umfasst, das demn\u00e4chst noch ausgebaut wird. Auch das Panorama der Gemeinde hat sich ver\u00e4ndert, denn seit 1994 durchteilt eine beeindruckende H\u00e4ngebr\u00fccke (Pont hauban\u00e9 Victor Bodson) die Ortschaft in der N\u00e4he der &#8220;Wollefs-Millen&#8221;. In den kommenden Jahren wird schlie\u00dflich zum Nutzen der Schulkinder, der Jugend und der Sportvereine auf &#8220;Holleschbierg&#8221; ein umfangreiches Sportzentrum errichtet. Nur noch wenige Zeitzeugen von fr\u00fcher sind erhalten, aber sie zeigen um so deutlicher die Entwicklung des ehemaligen D\u00f6rfchens Hesperingen zum bedeutenden Gemeindezentrum mit mehr als 10.000 Einwohnern im Jahre 1996. An der Schwelle eines neuen Jahrtausends sollen alle Bem\u00fchungen von Erfolg gekr\u00f6nt sein, die Bedeutung und das Ansehen unserer sch\u00f6nen Gemeinde Hesperingen auch f\u00fcr die Zukunft zu erhalten.<\/p><p><strong>Roland Schumacher<\/strong><br \/>in: F\u00e9d\u00e9ration Nationale de la Mutualit\u00e9 Luxembourgeoise, brochure de l&#8217;Assembl\u00e9e G\u00e9n\u00e9rale Statuaire 1996 (samedi, 27 avril 1996, salle &#8220;Amiperas&#8221; \u00e0 Hesperange), <em>Luxembourg 1996, S. 4 (leicht korrigierte Fassung).<\/em><\/p><p>Seit dem 18.09.1997 ist die Gemeinde Hesperange mit der ungarischen Stadt Szerencs (nord\u00f6stlich von Budapest) &#8220;jumeliert&#8221;.<\/p><\/div><\/div>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-be40c81 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"be40c81\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-27e34a7 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"27e34a7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzer historischer \u00dcberblick \u00fcber die Gemeinde Hesperingen Abseits aller Feierlichkeiten im Kulturjahr 1995 beging die Gemeinde Hesperingen wie viele andere ihren 200. 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